de-DEfr-FRen-US
GO
de-DEfr-FRen-US

23

Okt

2017

Liebe Stadt Basel, hast du noch Tennissöhne?

Das Adieu des Marco Chiudinelli (Foto) von der grossen ATP Tour ist eine Zäsur. 18 Jahre lang war Tennis sein Hobby und Beruf. Dass er mit 36 Jahren daran denkt, den Anker neu zu setzen, ist irgendwie logisch nach x-Verletzungen auch. Der aufschlagstarke Mann stand während vielen Jahren im Schatten seines Freundes und Wegbegleiters Roger Federer. Der Weltstar vor allem und auch «Chiudi» brachten Glanz in die Tennishütte am Rhein. Der Chronist will keine Polemik vom Zaum reissen, wenn er Basel bald als mögliche Tennis-Wüste sieht. Tatsächlich ist personell kein Basler Realersatz in der Schweizer A-Rangliste in Sicht. Dabei ist daran zu erinnern, dass vor Chiudinelli ein gewisser Dominik Utzinger eine nationale Rolle spielte. Er figurierte im Davis-Cup-Team und rückte später im Schoss von Swiss Tennis gar zum vollamtlichen Nationaltrainer auf. Und vor diesem Utzinger, der sein Glück später in Thailand suchte und fand, war am Rhein ein gewisser Edgar Schürmann präsent, im damals noch existierenden Kings-Cup-Team eine feste Grösse. So droht der Stadt Basel bald ein bizarrer sportlicher Saldo: Mit den Swiss Indoors ein absoluter Weltklasse-Event, mit Federer der Highfligher der Geschichte, aber im Nachwuchs zero Points. Schwacher Trost für Basel: Die Stadt Bern ist kein Jota besser dran. Gute Nacht, Tennis-Schweiz!

«Januar 2018»
MoDiMiDoFrSaSo
25262728293031
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930311234