de-DEfr-FRen-US
GO
de-DEfr-FRen-US

28

Okt

2017

Das argentinische Feuer brennt

Als der englische Chef der ATP World Tour, Chris Kermode, diese Woche in Basel das Palmarès des Turniers überflog, staunte er nicht schlecht. «Wow, welche Galerie grosser Siegernamen.» Zum Weltklasse-Erbgut der Swiss Indoors gehören die Argentinier, mit Namen wie Guillermo Vilas, David Nalbandian oder Guillermo Coria. Der heisseste Name in der Stadt seitens der Südamerikaner heisst jetzt Juan-Martin Del Potro (Foto), der sich gegen Titelhalter Marin Cilic ins Endspiel vorspielte. Zweimal hat der «Gaucho» Basel schon gewonnen (2012/13 jeweils gegen Federer), jetzt erfolgt am Sonntag der dritte Anlauf. «Es ist mir ein Vergnügen, gegen den besten Player der Geschichte anzutreten», sagte Del Potro in Anspielung auf den möglichen Finalgegner Roger F. Der Gaucho hat einen Lauf: an den letzten fünf Events stand er viermal im Halbfinal, und nach Stockholm (20. Titel) vor Wochenfrist, back to back, wieder im Endspiel.

Del Potro zeigte sich zufrieden mit seinem Aufschlag. Bisher servierte er 35 Asse zu St. Jakob, die höchste Anzahl am diesjährigen Turnier. Der Mann, der 2010 die Weltnummer 4 war, hat Weltklasse-Tools und ist Weltklasse. Seine langen Hebel veredelt er zu Gewinnschlägen, die jeden glücklich machen. Und im Kopf zeigt er sich stark, seine Nerven flattern eher selten. Zudem ist dem Turnier jeder Effort recht, dem Südamerikaner zu helfen. Präventiv gegen latente Schmerzen im Rücken liessen die Indoors im Hotel die Matratze in Del Potros Zimmer wechseln. Dem sympathischen Star war nach dem Halbfinal eine gewisse Müdigkeit anzusehen. Aber ein Argentinier gibt nie auf, in Basel lodert Del Potros Feuer wieder.

«Januar 2018»
MoDiMiDoFrSaSo
25262728293031
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930311234